Die "Optionen Spreads" sind die Grundbausteine vieler Optionenstrategien. Bei den "Spread Strategien" geht es immer darum, eine gleiche Anzahl von Optionen mit dem gleichen Basiswert zu kaufen und zu verkaufen aber mit unterschiedlichem Aus�bungspreis oder Verfallstag.
Man unterscheidet dabei die folgenden gebr�uchlichsten Spread Basisstrategien: der Vertikale Spread, der Horizontale Spread und der Diagonale Spread.
Selbstverst�ndlich kann der Anleger auch die jeweiligen Spread Strategien kombinieren.
Das Gewinnpotential ist aber bis zum Aus�bungspreis des verkauften Calls limitiert. Typischerweise w�hlt man diese Spread Optionenstrategie, wenn man erwartet, dass der Kurs des Basiswertes moderat steigt, aber nicht
zu stark.
Das Risiko-Rendite-Verh�ltnis ist bei der Annahme eines moderaten Kursanstiegs besser als bei einem normalen Call Optionskauf.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen.
Wir erwarten bei Aktie ABC einen moderaten Kursanstieg in den n�chsten sechs Monaten. Der aktuelle Aktienkurs liegt bei 30 Euro.
Beim Vertikalen Spread kaufen wir eine Call Option mit einem Aus�bungspreis von 32 Euro zu 2 Euro und verkaufen beispielsweise eine Call Option mit einem Aus�bungspreis von 36 Euro f�r 0.50 Euro. Beide Optionen laufen sechs Monate.
Unser gesamter Kaufpreis beim Vertikalen Spread betr�gt 1.50 Euro bzw. 150 Euro. Beim normalen Call Kauf w�re der Kaufpreis 2 Euro bzw. 200 Euro. Der Kaufpreis beim Spread ist 50 Euro niedriger aufgrund der Einnahme der Optionspr�mie f�r die verkaufte Call Option.
Nehmen wir, dass unsere Erwartungen eintreffen und die Aktie ABC in sechs Monaten bei 35 Euro steht. Die Call Option mit Aus�bungspreis von 32 Euro ist 3 Euro wert und die verkaufte Call Option mit Aus�bungspreis von 36 Euro verf�llt wertlos.
Der Gewinn beim Spread ist 150 Euro (Wert der Option 300 Euro minus 150 Euro Einsatz) bzw. 100%. Beim normalen Call Optionskauf ist der Gewinn nur 100 Euro (Wert der Option 300 Euro minus 200 Euro Einsatz) oder 50%.
Falls unsere Erwartungen nicht eintreffen und der Aktienkurs von ABC liegt in sechs Monaten bei 29 Euro, dann verfallen alle Call Optionen wertlos. Der Verlust bei der Vertikalen Spread Transaktion ist nur 150 Euro im Vergleich zu den 200 Euro beim normalen Optionenkauf.
Anleger, die auf moderat fallende Kurse des Basiswertes k�nnen nach gleichem Muster einen Vertikalen Put Spread durchf�hren, indem eine Put Option aus dem Geld gekauft und eine Put Option, die noch weiter aus dem Geld ist verkauft wird.
Mit dieser Strategie spekuliert der Anleger, dass sich die Volatilit�t des Basiswertes im Zeitraum der Optionslaufzeit erh�ht.
Zwei Beispiele sollen die Wirkungsweise des Horizontalen Spreads verdeutlichen.
Im ersten Beispiel ist die Volatilit�t gering und der Anleger erwartet eine steigende Volatilit�t. Hierzu verkaufen wir eine Call Option des Basiswertes ABC mit einem Verfallstag in 3 Monaten und gleichzeitig kaufen wir eine Call Option mit einem Verfallstag in 6 Monaten mit dem gleichen Aus�bungspreis.
Bei steigender Volatilit�t steigt der Kurs der l�nger laufenden Option st�rker an als der Kurs mit der k�rzeren Laufzeit. Beim Verkauf des Optionenpaares vor F�lligkeit der k�rzer laufenden Option, profitiert der Anleger von einem h�heren Spread.
Im zweiten Beispiel erwarten wir, dass die Volatilit�t sinkt. Hierzu kaufen wir eine Call Option des Basiswertes ABC mit einem Verfallstag in 3 Monaten und gleichzeitig verkaufen wir eine Call Option mit einem Verfallstag in 6 Monaten mit dem gleichen Aus�bungspreis.
Diese Transaktion wird auch umgekehrter Kalender Spread genannt. Der Preis der Option mit einer l�ngeren Laufzeit verringert sich schneller als der Preis der Option mit geringerer Laufzeit. Der zunehmende Spread kann der Anleger als Gewinn verbuchen, wenn er die Option vor F�lligkeit der k�rzer laufenden Option verkauft.
Mit Put Optionen funktioniert die Transaktion genau gleich.
Beim Diagonalen Spread verkauft und kauft man Optionen vom selben Typ (z.B. 2 Call Optionen oder 2 Put Optionen) und demselben Basiswert mit unterschiedlichen Aus�bungspreisen und Verfallsdaten.
Der Diagonale Spread Strategie mit Call Optionen setzt eine neutrale oder leicht pessimistische Erwartung an die Kursentwicklung des Basiswertes voraus.
In unserem Beispiel verkaufen wir eine "aus-dem-Geld" liegende Call Option mit einem Aus�bungspreis von 30 Euro und einem Verfallstag in 3 Monaten. Gleichzeitig kaufen wir eine Call Option, die noch weiter aus dem Geld liegt, mit einem Aus�bungspreis von 35 Euro und einem Verfallstag in 6 Monaten.
Idealerweise erzielen wir mit dieser Transaktion ein Guthaben, d.h. der Optionsverkauf erzielt einen h�heren Preis als der Optionskauf.
Wenn der aktuelle Aktienkurs unter dem Aus�bungspreis von der ersten Call Option mit Aus�bungspreis von 35 Euro liegt kann eine weitere Call Option mit dem gleichen Aus�bungspreis von 35 Euro und gleichem Verfallstag wie die zweite Option verkauft werden.
Mit dieser Strategie kann man von seitw�rts oder leicht fallenden Kursen profitieren. Das Verlustrisiko ist auf die Differenz zwischen den beiden Aus�bungspreisen minus das erhaltene Guthaben aus dem Spread limitiert. Wir nutzen bei der ersten Transaktion, den Umstand aus, dass bei der k�rzer laufenden Option der Zeitwert schneller verf�llt als bei der langlaufenden Option.
Der Diagonale Spread mit Put Optionen funktioniert genau gleich. Bei dieser Strategie hat der Anleger eine neutrale oder leicht positive Erwartung in Bezug auf den Basiswert.
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